Hexenturm im steirischen Gesäuse

Ort: Weng im Gesäuse
Distanz: 16 km
Anstieg: 1.530 m
Schwierigkeit: 5/5
Dauer: 6h

Wir starten in Weng im Gesäuse am Buchauer Sattel (860 m) auf einem großen Wanderparkplatz (kostenlose Parkmöglichkeit). Der Weg führt gleich zu Beginn in den Wald hinein – ein Mix aus Forststraße und einfachem Steig bis zur Grabneralm (1.395 m). Die Alm ist ein beliebtes Ausflugsziel und bietet beispielsweise auch für Kinder und Begleiter, die nicht ins später technisch anspruchsvolle Gelände aufsteigen wollen, die Möglichkeit, hier in der Zwischenzeit zu bleiben, etwas zu essen und zu trinken und die Bergwelt zu genießen. Weiter geht es auf einem einfachen Trail zum wunderschön gelegenen Admonter Haus auf 1.723 m. Die Devise lautet schon jetzt: Beim Abstieg trinken wir hier einen Kaffee. Aber erst nach getaner Tat… Ab dem Zeitpunkt wird der Weg schmaler, es geht steiler bergauf, ein paar Drahtseilversicherungen sind immer wieder angebracht. Auf 2.041 m erreichen wir den ersten Gipfel, den Mittagskogel. Kurz genießen wir die Aussicht, ehe wir das kurze Stück weiter zum Natterriegel (2.065 m) gehen. Wer kein Klettersteigset und einen Helm mit dabei hat, sollte an der Stelle wieder retour laufen, denn ab jetzt wird es technisch.

Am Natterriegel kann man bereits das Klettersteigset anlegen, denn es geht sehr steil und ausgesetzt abwärts . Hier sind Trittsicherheit und Schwindelfreiheit absolute Voraussetzung! Nach dieser Bergab-Passage warten noch etwa 300 steile Höhenmeter auf uns. Nur ganz kurz geht es auf einem Normalweg weiter, dann heißt es wieder: Set einhängen und aufwärts am Hexensteig. Der Steig selbst ist grundsätzlich einfach mit einer Schwierigkeit von B/C und für Einsteiger mit der erforderlichen Ausrüstung geeignet.

Nach etwa 100 Höhenmetern ist schon das Steigbuch platziert. Aufgrund des langen Zustiegs mit über 1.000 Höhenmetern sind hier relativ wenige Einträge zu finden – was gleichzeitig eine sehr ruhige Tour bedeutet.
Nur einmal kommt uns nach dem Admonter Haus jemand entgegen. Es macht Spaß, bei diesem Panorama aufzusteigen. Der Gipfel ist recht schnell erreicht – mit genialer Aussicht in die Ennstaler Alpen bis zum Dachstein. >>
Die Wetterprognose sollte man sehr gut im Auge haben, denn auch abwärts geht es über den Klettersteig. Es gäbe einen Weg durch das Rosskar, der aber sehr geröllig ist und allgemein eher nicht empfohlen wird.
Wir steigen also wieder zügig ab Richtung Admonter Haus. Auf alten Karten ist ein Weg eingezeichnet, den auch wir nach dem Hexensteig gewählt haben. Mit guter Orientierung ist dieser zu finden (kurz vor dem Natterriegel). An dieser Stelle sei aber betont: Der Weg ist nicht markiert, nicht seilversichert und erfordert aufgrund zweier Kletterstellen wirklich Trittsicherheit und Erfahrung. Besser ist es, die wenigen Höhenmeter auf den Natterriegel noch einmal zu gehen und dann auf dem normalen Weg abzusteigen.

Beim Admonter Haus gönnen wir uns den verdienten Kaffee und dann geht es schnell abwärts retour (auf gleichem Weg) über die Grabner Alm und zum Buchauer Sattel.
Eine empfehlenswerte Tour, die aber aufgrund des Materials, das man mit dabei hat, für Speedhiking ausgerichtet ist.

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